Flicken, Stopfen, Repassieren

28.06.2016: Eine Ausstellung im Spannungsfeld von textilen Strategien zwischen Sparsamkeit, Ressourcenschonung und kreativem Do-it-yourself

bis 30. Oktober 2016

Umhäkelte Baumstämme oder Fahrräder, Begriffe wie Pimp-up (im Sinne von etwas aufmotzen, aufrüsten) und die Zunahme von Handarbeitskursen aller Art sind Zeugen eines neu erwachten Bewusstseins, das die Freude am Selbermachen mit sinnvollem ökologischem Tun und verantwortungsvollem Umgang mit Ressourcen vereint.

Schon seit jeher spielt das Reparieren, Wiederverwerten und Umfunktionieren von Gegenständen eine wichtige Rolle im Alltagsleben und galt erst in der Wegwerfgesellschaft der westlichen Industriestaaten der letzten Jahrzehnte als rückständig.

Am Beispiel von Textilien möchte die SA „Flicken, Stopfen, Repassieren“ die Kultur des Do-it-yourself zelebrieren und kann auf einen reichhaltigen Fundus aus den eigenen Beständen zurückgreifen, denn das Stadtmuseum Dornbirn sammelt seit langem auch diese auf den ersten Blick unscheinbaren Zeugen der Vergangenheit, die textile Kulturtechniken wie das Stopfen ebenso thematisieren wie die moralischen Tugenden Sparsamkeit und Fleiß.

Das die Ausstellung begleitende Rahmenprogramm mit Textilworkshops, Vorträgen und einem Gasttermin von Sarah Kucica alias nadelfin werden termingerecht auf der Homepage des Stadtmuseums und im Dornbirner Gemeindeblatt angekündigt.