Volles Haus bei der Ausstellungseröffnung im Stadtmuseum

24.04.2017: Die Vernissage der Sonderausstellung „Versteckte Strukturen“ des Künstlers

Armin Pramstaller erwies sich als Publikumsmagnet. Über 120 begeisterte Besucherinnen und Besucher folgten am 17. April der Einladung in das Stadtmuseum und füllten das Museum bis in das Stiegenhaus. In Anwesenheit der Witwe des Künstlers, Ulrike Pramstaller, wurde die Ausstellung vom Direktor des Hauses Hanno Platzgummer eröffnet. Gezeigt werden zahlreiche Werke und persönliche Wegbegleiter aus dem Nachlass des über Vorarlberg bekannten Künstlers Armin Pramstaller. Im Rahmen einer Bachelorarbeit wurde dieser Nachlass von Atessa Sonntag aufgearbeitet und digitalisiert.

Der Dornbirner Künstler Armin Fridolin Pramstaller wurde am 8. Juni 1938 geboren. Nach seiner Schulzeit besuchte er von 1959 bis 1965 die Akademie der bildenden Künste in Wien. Anschließend kehrte er nach Vorarlberg zurück, wo er bis 1985 als Lehrer an Gymnasien in Feldkirch und Dornbirn tätig war. Armin Pramstaller verstarb am 6. Mai 2002 in Dornbirn. Der weit über die Grenzen Vorarlbergs angesehene Künstler Armin Fridolin Franz Pramstaller ist bekannt für seine außergewöhnliche Technik, die Radierung und seine Liebe für Landschaftsbilder.

Seine Witwe Ulrike Pramstaller vermachte im Jahr 2015 der Stadt Dornbirn seinen wertvollen Nachlass. Insgesamt umfasst der Nachlass rund 2.000 inventarisierte Stücke. Unter anderem 400 Radierungen, 141 Skizzen, 390 Druckplatten, 858 Fotografien, Werkzeuge, Ausstellungsplakate Skizzen und persönliche Dokumente. Die Werke wurden von Atessa Sonntag nahezu vollständig digital erfasst und werden an einem Monitor präsentiert. Zusätzlich wurde ein attraktives Begleitprogramm rund um den bekannten Dornbirner Künstler erarbeitet.

Die Landschaftsradierungen waren für den Künstler nicht nur eine Möglichkeit, die Natur mit ihren Grundmustern und Veränderungen darzustellen, sondern zugleich auch Ausdrucks- und Kommunikationsmittel. Dornbirn diente Pramstaller häufig als Motiv. Hinter den scheinbar einfachen Motiven steckt weit mehr als die bloße Landschaft - und diese versteckten Strukturen gilt es auf vielfältige Weise in der Ausstellung zu entdecken und zu entschlüsseln. Daneben wird ein vielfältiges Begleitprogramm mit Führungen, beispielsweise am Breiten Berg oder einer Vorführung der speziellen Radier-Technik angeboten.

Sonderausstellung Armin Pramstaller „Versteckte Strukturen“
Stadtmuseum Dornbirn Ausstellungsdauer: bis 17. September 2017
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10:00 bis 12:00 Uhr und von 14:00 bis 17:00 Uhr und nach Vereinbarung, Tel.: +43 5572 33077, stadtmuseum(at)dornbirn.at 

Begleitprogramm zur Ausstellung
 21. Mai 2017, 14:00 Uhr, Treffpunkt beim Stadtmuseum Dornbirn „Alles was ich zu sagen habe, steht in meinen Radierungen.“
Anlässlich des Internationalen Museumstages 2017 mit dem Motto „Spurensuche. Mut zur Verantwortung“ findet am 21. Mai eine Sonderführung durch die Ausstellung statt. Zusammen mit der Frau des Künstlers, Ulrike Pramstaller, und der Kuratorin Atessa Sonntag begeben sich die Besucherinnen und Besucher auf die Spuren Armin Pramstallers.

10. Juni, 14 Uhr, Treffpunkt wird noch bekannt gegeben, „Ich weiß nicht, wann ich zum ersten Mal dorthin ging – manchmal glaube ich, ich war immer schon dort.“ (Armin Pramstaller)
Der Breite Berg war für Armin Pramstaller ein wichtiger Arbeits- und Aufenthaltsort. Dieser besondere Ort wird in einer Führung mit Hanno Platzgummer genauer erkundet.

08. Juli, 14 Uhr, Treffpunkt: Blickwarte, Allgäustraße 100, 6912 Hörbranz, „Einmal Radierer – immer Radierer.“ (Armin Pramstaller)
Armin Pramstallers künstlerisches Schaffen ist im Wesentlichen gekennzeichnet durch die Technik der Radierung. Der bekannte Künstler und Schüler Pramstallers Hans Sturn wird in einer Druckvorführung in seinem Atelier diese für Pramstaller so wichtige Technik genauer erläutern.