Alltagskultur

„Sammeln-Bewahren-Forschen-Ausstellen“ so lauten in vier Schlagworten die Aufgaben, die ein Museum zu erfüllen hat.

Das Stadtmuseum Dornbirn versteht sich als regionalgeschichtliches Museum mit alltagskultureller Ausrichtung, das heißt es werden neben stadtgeschichtlichen und kunsthistorischen Objekten all jene Gegenstände gesammelt, die einen Zusammenhang mit Dornbirn und seinen BewohnerInnen durch die Jahrhunderte haben.

Neben aktiver Sammlungstätigkeit stellen Schenkungen oder Leihgaben (v.a. für Sonderausstellungen) sozusagen die passive Form des Sammelns dar und bieten neben den finanziellen Vorteilen für das Museum auch der Bevölkerung die Möglichkeit, mitzubestimmen, was ihr Haus der Geschichte prägen soll.

Von außerordentlich großer Bedeutung für die kulturelle Praxis eines regionalen Museums ist die Erfassung der Herkunft der Museumsstücke. Wie kaum ein anderes Museum hat es die Möglichkeit, durch intensiven Kontakt zu den Spendern in Erfahrung zu bringen, weshalb der jeweilige Gegenstand dem Museum überlassen wird. Die häufigste Motivation für die Übergabe an das Museum ist der Wunsch nach Bewahrung eines spezifischen Wertes, der nur äußerst selten auf einen materiellen begrenzt ist. Im Gespräch über das jeweilige „Stück“ enthüllen sich Erinnerungswelten.

Das Museum übernimmt in diesem Zusammenhang eine spezifische Mittlerrolle zwischen dem privaten Lebensraum, dem das Objekt entnommen wurde und einem öffentlichen Raum, den das Museum in seiner Doppelfunktion als Ort der Verwahrung (Depot) und Ort der Präsentation (Ausstellung) darstellt.

Das Stadtmuseum Dornbirn ist bestrebt, seine Sammlungen nach wissenschaftlichen und konservatorischen Aspekten korrekt aufzubewahren, die Inhalte aufzuarbeiten und der Bevölkerung in Form von (Sonder-)Ausstellungen, Vorträgen und Publikationen zugänglich zu machen.