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Schweres Erbe – Schwieriges Denkmal
Schweres Erbe – Schwieriges Denkmal, © Stadtmuseum Dornbirn
Schweres Erbe – Schwieriges Denkmal
Schweres Erbe – Schwieriges Denkmal, © Stadtmuseum Dornbirn
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Schweres Erbe – Schwieriges Denkmal

Schweres Erbe – Schwieriges Denkmal

Im SS 2022 hat sich die Freifachgruppe "Politische Bildung" der MS Dornbirn Markt und der MS Baumgarten mit der Sichtbarkeit des Dornbirner Gedenksteins intensiv im Rahmen eines double check-Projekts auseinandergesetzt.

1993 wurde ein Gedenkstein für die Opfer des Nationalsozialismus aus Dornbirn auf der Grünfläche vor dem Stadtmuseum errichtet. Diesem Schritt ging eine langjährige Diskussion um das Mahnmal voraus. Mehr als zwanzig Jahre später ist klar, dass der Gedenkstein mit seiner Botschaft „Friede – Menschenwürde – Toleranz“ kaum wahrgenommen wird und im öffentlichen Raum unscheinbar bleibt.

Der Stein wurde im SS 2022 der Ausgangspunkt für mehrere Projekte:

  • Erstens für die Erarbeitung eines umfassenden Vermittlungsmaterials für Schulen (ab der 8. Schulstufe) in Kooperation mit erinnern.at
  • er ist der Anlass für eine Sonderausstellung im 2023 mit dem Arbeitstitel „Büro für Schweres Erbe“ und
  • er ist wurde gerade Gegenstand eines double-check-Schulprojekts der Mittelschule Dornbirn Markt und Mittelschule Baumgarten:

Die Freifachgruppe „Politische Bildung“ unter der Leitung der Pädgogen Raphael Honeder und Johannes Spies setzten sich wöchentlich mit dem Gedenkstein und Maßnahmen zur Erhöhung der Sichtbarkeit auseinander. Begleitet wird die Gruppe von Architekt DI Wolfgang Schwarzmann, der am Institut für Architektur und Raumentwicklung der Universität Liechtenstein tätig ist. Er entwickelte mit den Jugendlichen verschiedene Ideen, die im Rahmen eines Intensivnachmittags auf der Wiese vor dem Stadtmuseum neben dem bestehenden Gedenkstein umgesetzt werden sollen. Die temporäre Installation[1] war über eine Wochen sichtbar und ein Impuls für ein „Weiterdenken“ des Gedenksteins. Dieses Projekt ist auch als Pilotprojekt für die Ausstellung und Vermittlungsaktivitäten 2023 zu verstehen. Finanziert werden die Aktivitäten im Rahmen der double-check-Kulturpartnerschaft 2020-2022 „Erbe & Erben“, die vom Land Vorarlberg unerstützt wird. Bereits 2021 setzten sich mehrere Klassen der MS-Dornbirn Markt mit dem Thema „Familienerinnerung und –erbe“ auseinander.

Kooperationspartner:

Videodokumentation Aufbau: Noah Insam

 

[1] Auf der Museumswiese wurden temporär 15-20 Steine platziert und von den Schüler:innen in Beziehung zum bestehenden Gedenkstein gesetzt. Die praktische Unterstützung kam vom Werkhof Dornbirn.

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