Brauchtum im Advent


Im christlichen Kirchjahr beginnt der Advent und damit die Zeit der Vorbereitung auf eines der schönsten Feste des Jahres.

Dazu gehört natürlich auch ein schön geschmückter Adventkranz.

Der Adventkranz

Entstanden ist der Adventkranz aus einer Vermischung heidnischer und christlicher Bräuche. Schon vor Christi Geburt gab es zur Mittwinterszeit verschiedene Lichterkulte, etwa gegen die bösen Geister der finsteren Jahreszeit. Seit Jahrhunderten wurden daher in Vorbereitung auf den Heiligen Abend und das Kommen des Erlösers Jesu Christi Kerzen auf dem Altar entzündet. Erst seit den fünfzigern dieses Jahrhunderts hat sich dieser ursprünglich protestantische Brauch auch im katholischen Alpenraum durchgesetzt. Vor dem zweiten Weltkrieg stellte man hier Adventleuchten auf. Erst langsam hat sich dann der Kranz durchgesetzt. Die um einen Strohkern gebundenen oder einen Eisenreifen aus Tannenreisig gewundenen Adventkränze wurden tradionellerweise nur mit roten Bändern und weißen Kerzen geschmückt.

Der Adventkranz war bald, vor allem in den Städten, heimisch. Der Kranz wird seit der Antike als Siegeszeichen verwendet. Der Adventskranz soll auch ein Symbol für den Kampf gegen das Dunkle des Lebens sein.

Die Form des Adventskranzes hat sich verändert. Ursprünglich wurde für die Adventszeit ein Kranz aus Tannenzweigen gebunden, dessen lila Kerzen als symbolisches Zeichen für Christus als Licht der Welt sethen. Für den dritten Adventssonntag („Gaudete“) war eine rosa Kerze vorgesehen, die neben dem besinnlichen Lila die Freude und Fröhlichkeit des Tages beschreiben sollte.

1. bis 4. Advent

Der Advent ist eine ca. 4 Wöchige liturgische Vorbereitungszeit vor Weihnachten. Der im 5./6. Jahrhundert nicht ohne Einfluß von Ravenna enstandene römischer Advent war inhaltlich auf Weihnachten ausgerichtet und kannte 4 bzw. 5 Sonntage.

Aus Gallien ist der Bußkarakter in den römischen Adventskalender eingedrungen. Der Advent hat als geschlossene Zeit gegolten, in der Hochzeiten verboten und Fasten bzw. Abstinenz geboten waren. Die seit dem 19. Jhdt. aufgezeichneten Volksbräuche der Adventszeit lassen sich nach heutiger Forschungslage nur schwer in frühere Zeiten zurückprojezieren.

Die signifikantesten unter ihnen sind jünsten Ursprungs, wie z.B. der Adventskranz. Der Advent beginnt am Sonntag nach dem 26. November und dauert bis Weihnachten. Er wird als Vorbereitungszeit auf des Weihnachtsfest erst im 6. Jhdt. erwähnt, doch es war schon früher eine Art Rüstungszeit vorhanden. Diese begann am Martinstag und es wurde dreimal wöchentlich gefastet. Das Hochzeitsverbot und das Fastengebot während des Advents war auch bei den Protestanten noch lange Sitte. Frauen und Mädchen kamen schwarz gekleidet zur Kirche und oft waren auch Altar und Kanzel schwarz behangen.

Zu den kirchlichen Adventsvorschriften und –sitten stehen folgende Volksmeinungen und –bräuche in Beziehung: a) Roratenmesse; b) schwarzgekleidete Frauen und Mädchen; c) keine Hochzeiten; d) Adventsblasen. In der Adventszeit treiben Geister aller Art mit besonderer Lebhaftigkeit ihr Wesen. Es gibt aber auch viele Umzüge und Bettelgänge, meist von Armen und Kindern ausgeführt. Es gibt aber auch sonstiger Aberglaube (man schüttelt Bäume, damit sie viel Obst bringen,...). Advent und Weihnachten finden heute selten noch in solch feierlicher Form wie früher statt. Früher lag ein Hauch von Wehmut über manchen Erinnerungen an den Advent, auch Weihnachten wurde vornehmlich als Geschenk verstanden und man freute sich auf die „stille Zeit“ des Jahres, auf die große Feier der Christgeburt mit ihren festlichen Gottesdiensten und auf die Arbeitsruhe.

Heute beginnt in den großen Städten spätestens Ende November der Weihnachtskonsum und es macht sich Hektik breit. Die Menschen verbrauchen ihr Weihnachtsgeld um Geschenke für die Familie und Freunde zu besorgen, damit sie deren hohen Erwartungen gerecht werden. Man versucht heutzutage immer mehr die alten Bräuche der Jugend weiterzugeben um diese aufrecht zu erhalten.

Klöpfelnacht

In der heiligen Klöpfelnacht (Donnerstag vor Weihnachten) ziehen die Kinder von Haus zu Haus und singen Klöpfellieder aber auch Lieder, wie zum Umfeld Herbergssuche in Bethlehem oder das Geschehen an der Krippe. Früher bekamen die Kinder „Oklopfer“ (Nüsse, Mandarinen, Kekse,...) heute gibt man ihnen meistens Geld. Die ältesten Belege der Klöpfelsnacht stammen aus dem 15. Jhdt.. Es wird gesagt, dass auch Prognosen für die Zukunft abgeleitet wurden, besonders für das folgende Jahr. Der Text dieser Lieder zeigt auch schon die baldige Ankunft Chisti, also wirklicher Mensch an Weihnachten und als göttlicher Richter, der über die Menschen das endgültige Urteil spricht.