Barbarazweige (Barbaratag: 4. Dezember)

Auch heute noch ist es Brauch, am 4. Dezember Zweige von Apfel- oder Kirschbäumen aber auch anderer Bäume oder Sträucher ins Wasser zu stellen. Die Zweige sollen zu Weihnachten blühen. Nach altem Volksglauben bringt das Aufblühen Glück im kommenden Jahr. Die Zahl der Blüten wurde als Hinweis interpretiert, wie das nächste Jahr verlaufen würde. Dieser Orakelbrauch ist mit dem Fest der hl. Barbara verknüpft worden. Barbara wurde von ihrem Vater in einen Turm eingesperrt und dann, als sie sich heimlich taufen ließ, der römischen Gerichtsbarkeit ausgeliefert. Sie starb den Martyrertod. Einer Legende nach hat sie in ihrer Gefangenschaft einen Zweig zum Blühen gebracht. Barbara wird dargestellt als vornehme Jungfrau mit einem dreifenstrigen Turm, Hostie und Kelch oder auch mit einem Schwert sowie Kanonenrohr und Fackel. Manchmal ist sie auch mit Märtyrerpalme und Buch abgebildet. Weitere Darstellungen zeigen sie gemeinsam mit Katharina und Margareta. Für die jungfräulichen Märtyrinnen und Nothelferinnen Margareta, Katharina und Barbara gibt es den folgenden Merkspruch: Margareta mit dem Wurm, Barbara mit dem Turm, Katharina mit dem Radl, das sind die drei heiligen Madl. Bauernregel: „Knospen an St. Barbara, sind zum Christfest Blüten da.“