Christbaumbrauch in Dornbirn

Zu einem festen Bestandteil des weihnachtlichen Brauchtums in der Familie ist das Aufstellen und Schmücken eines „Christbaumes“ geworden. Wenig bekannt ist allerdings, dass dieser Brauch noch vor Jahrzehnten in Vorarlberg oft unbekannt war. Zwar wurden in manchen Dornbirner Haushalten schon vor der Einführung des Christbaumbrauches sogenannte „Klosoböm“ (Nikolausbäume) geschmückt, die ersten „echten“ Christbäume wurden aber erst Jahre später aufgestellt. Erst in den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts verbreitete sich der Brauch des „Christbaumaufstellens“. Geschmückt wurden die Bäume mit bunten Papierketten und -sternchen, mit Äpfeln und Gebäck. Noch vor 70 Jahren galt Glas- oder Filigranschmuck als ausgesprochene Seltenheit bzw. als Ausdruck von Wohlhabenheit. Das Aufstellen und Schmücken des Christbaums ist in den einzelnen Familien verschieden geregelt. Mancherorts findet die „Bescherung“ am Abend des 24. Dezembers statt, in anderen Familien erstrahlt der Baum erst am Christtag in weihnachtlichem Glanz. Meist werden die Christbäume am Dreikönigstag (6. Jänner) abgeräumt.