Funkensonntag

"Pfifa, Pfifa,
hoh, Buschla oder Stroh,
so weord do Funko hoh"


Der Funkensonntag – in Vorarlberg auch Küachlisonntag, Holepfannsonntag oder Alte Fastnacht genannt – ist der erste Sonntag nach dem Aschermittwoch (Sonntag invocavit; erste Fastensonntag), der Termin steht also am Beginn der Fastenzeit bzw. am Ende der (alten) Fastnacht.

Fälschlicherweise wurde dieser Brauch oft als Relikt eines germanischen Frühlingskultes, als „Austreiben“ des Winters gedeutet, dies ist aber wissenschaftlich nicht haltbar. Das Abbrennen des Funkens steht vielmehr in engem Zusammenhang mit der Fastnacht und das Verbrennen einer Puppe, die die Spitze des Funkens ziert, ist kein Rest der Hexenverbrennungen der frühen Neuzeit, sondern symbolisiert das Ende der närrischen Zeit. Außerdem diente der Funken zur Verbrennung von Unrat (noch heute werden alte Christbäume in den Funken geworfen) und hatte somit eine überaus profane Funktion, die in Verbindung mit der Frühjahrsreinigung des Hauses und der Wiesen stand.