Mariä Lichtmess

Wird 40 Tage nach Weihnachten gefeiert und war bis 1912 ein offizieller Feiertag.

Erst seit 1969 wird Lichtmess „Darstellung des Herrn“ genannt. Da laut Altem Testament ein erstgeborener Knabe als Eigentum Gottes galt, musste er vor Gott gebracht („dargestellt“) und durch ein Geldopfer ausgelöst werden.

Früher war der Name „Mariä Reinigung“ gebräuchlich: Nach der Geburt eines Sohnes galt die Frau vierzig Tage lang als unrein und musste danach im Tempel ein Reinigungsopfer darbringen – so auch Maria nach Jesu Geburt.

Die früher im Winter angefertigten Kerzen, für Klöster und Adelshäuser aus Bienenwachs, wurden zu Mariä Lichtmess in der Kirche geweiht. Von diesen Kerzen erwartete man Schutz und Hilfe in vielen Nöten wie bei Unwettern, Krankheiten, in der Sterbestunde.

Als wichtiger Termin für das Gesinde erhielten Knechte und Mägde den Lohn für das vergangene Jahr und konnten oder mussten den Dienstherrn wechseln. Weihnachtsbäume und Krippen, die man heute meist am Dreikönigstag weggibt, wurden früher an diesem Termin entfernt, mit ihm endete die Weihnachtszeit und der Frühlingsbeginn hielt mit deutlich zunehmender Helligkeit Einzug.