Chenille-Radhaube zur Dornbirner Tracht

Sowohl die Patrizier- als auch die Bürgertracht stammen aus der Biedermeierzeit und erlebten in den späten 1930er und 1940er Jahren einen neuen Boom. Schneidermeister wie Konzett und andere nahmen sich der Tracht an und versuchten sie in zahlreichen Nähkursen - entsprechend dem Zeitgeist - populär zu machen.

Die schwarze Chenillehaube, die im ganzen Rheintal verbreitet ist, wird in Dornbirn zur weiblichen Bürgertracht getragen, während die goldene Radhaube der Patriziertracht vorbehalten bleibt. Das Foto, welches im Stadtarchiv Dornbirn bereits vorhanden war, zeigt die Trägerin Irma Sedlmayr in ihrer Dornbirner Tracht ca. um 1940.

Mit dieser Schenkung gelangt nicht nur ein Objekt in den Besitz des Stadtmuseums, das für seine weitere Erhaltung und Konservierung Sorge trägt, sondern gemeinsam mit dem Foto und den Informationen des Überbringers kann leblosen Dingen Leben eingehaucht werden und scheinbar Zusammenhangloses in einen geschichtlichen und persönlichen Kontext gestellt werden.

Für diese Schenkung bedankt sich das Stadtmuseum Dornbirn ganz herzlich bei Hugo Sedlmayr, Dornbirn