Der Nachlass von Künstler Armin Pramstaller

Armin Fridolin Franz Pramstaller wurde am 8. Juni 1938 in Dornbirn geboren. Der Dornbirner maturierte im Jahr 1959. Im Anschluss studierte er bis 1965 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien bei dem Professoren Martin und Melcher. Seinen Lebensunterhalt verdiente er bis zu seiner Pensionierung 1985 als Lehrer an Gymnasien in Feldkirch und Dornbirn.

Pramstaller widmete sich fast ausschließlich der Radierung und den Landschaftsdarstellungen, insbesondere der Landschaft Vorarlbergs – mit denen er weit über Vorarlberg hinaus bekannt wurde. Pramstallers Bilder sind unverkennbar aufgrund des dominierenden Liniengefüges. Der Künstler nahm häufig an Ausstellungen teil, gab zahlreiche Einzelausstellungen und gewann viele Preise. Werke befinden sich in der Bibliothèque Nationale in Paris, im Albertina in Wien, im Rupertinum in Salzburg, im Ferdinandeum in Innsbruck, im Landesmuseum in Bregenz sowie in Privatbesitz.

Zitat des Künstlers Pramstaller: „Eine Druckplatte ist für mich wie der Spiegel für ein Frau“.
Dornbirn ehrte seinen berühmten Bürger bereits im Jahr 2006 mit der Armin-Pramstaller-Straße.

Der Nachlass wurde im Rahmen einer Bachelorarbeit von Atessa Sonntag im Stadtmuseum aufgearbeitet und digitalisiert.
Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann: "Ich bedanke mich im Namen der Stadt Dornbirn herzlich bei Frau Mag. Ulrike Pramstaller für das wertvolle Kunstvermächtnis und das entgegengebrachte Vertrauen. Pramstaller war einer der großen Söhne Vorarlbergs und wir sind sehr dankbar für die Überlassung des Nachlasses."

Insgesamt umfasst der Nachlass rund 2000 inventarisierte Stücke. Unter anderem 400 Radierungen, 141 Skizzen, 390 Druckplatten, 858 Fotografien, Werkzeuge, Ausstellungsplakate Skizzen und persönliche Dokumente. Eine Ausstellung über Pramstaller, sein Leben und seine Kunst ist in Planung. „Er führte äußerlich ein einfaches Leben – aber stets mit klaren Zielen vor Augen. Seine Kreativität für ungewöhnliches Werkzeug kannte keine Grenzen. Auch Haken von Zahnärzten, Nähnadeln und Feilen zählten dazu “, so Ulrike Pramstaller.