Schachspiel aus Seifenresten

Der Schwiegervater des Überbringers, Herr Meinrad Nußbaumer (1909-1998), geriet in den Kriegswirren im Jahr 1944 in ägyptische Gefangenschaft und wurde erst 1946 wieder freigelassen. Dort fertigte er 1945 die wunderschönen Schachfiguren aus Seifenstücke mit viel handwerklichem Geschick.

Um die Figuren nicht zu beschädigen, stellte Herr Nußbaumer eine Holzkiste mit Unterteilungen eigens für sie her. Die Unterteilungen der weißen Figuren wurden mit dunklen, jene der dunkelbraunen Figruren mit weißen Stofflappen ausgelegt. Der Erfindungsreichtum des Gefangenen zeigt sich nicht nur in den einzelnen Figuren und der dazugehörigen Kiste, sondern auch in Details wie etwa der Scharniere, denn diese wurden aus Resten von Konservendosen gefertigt. Um das Schachspiel gut und sicher transportieren zu können, nähte Herr Nußbaumer von Hand eine Tasche aus hellem Leinen mit Henkel für die Kiste. Inv.Nr: 6/214/0/0/33

Schenkung von Helmut Dünser, Dornbirn