Eingericht Hl. Familie mit Spieluhr

Der Bezug zu Weihnachten lässt sich bei diesem Objekt leider nicht optisch, sondern in erster Linie akustisch darstellen.

Im unteren Teil des Rahmens befindet sich nämlich ein Spielwerk, das die Melodie "Stille Nacht, heilige Nacht" spielt. Statt eines Christbaumes und der Feier des Weihnachtsfestes wie wir das heute kennen, waren um die Entstehungszeit dieses dreidimensionalen Bildes die Bescherung mit Geschenken und ein geschmückter Weihnachtsbaum in Vorarlberg nur in besseren Kreisen üblich.

Das Motiv der Heiligen Familie, dh. die Darstellung von Jesus, Maria und Josef, erlebte nach 1850 besonderen Auftrieb, der 1921 zu einem von der Gesamtkirche zu begehenden Fest der Heiligen Familie am Sonntag nach Epiphanie führte. Die Wurzeln sind in den frühbyzantinischen und frühmittelalterlichen Ausführungen der Geburt Christi sowie in den isolierten Darstellungen Marias mit dem Kind zu suchen. Kennzeichend im Unterschied zu Geburtsdarstellungen ist das fortgeschrittene Alter des Christuskinds. Als eigenständiges Bildmotiv tritt die Hl. Familie seit Ende des 14. Jh. auf. Sie findet ihren künstlerischen Höhepunkt in der Renaissance und im Frühbarock. In diesen Zusammenhang ist unser Objekt nicht zu setzten, vielmehr in den volkstümlichen Bereich des Haussegens. Inv.Nr.: 7-16-52-0-18

Geschenk von Herrn Peter Poscher, Dornbirn