Uhrenkette aus menschlichem Haar

Man könnte es auch mit Baumwolle oder Seide verwechseln, das Material aus welchem diese Uhrenkette besteht... Haar ist ein ganz besonderer Stoff und steht als Material im Mittelpunkt der Sonderausstellung.

Uhrenketten wie diese wurden geflochten oder geklöppelt und danach vom Juwelier mit Fassungen versehen, die wie hier fast nie aus echtem Gold waren. Das Motiv der ineinandergelegten Hände war vor allem bei Uhrenketten beliebt, die als Liebesgaben gedacht waren. Das Haar der Verlobten oder Freundin, das sozusagen als pars pro toto für den gesamten Menschen zu stehen vermochte, war eine „sprechende“ Liebesgabe und Mittel der Erinnerung.

Vielleicht hat der 1862 geborene Christian Dressel, dem die Uhrkette einst gehörte, sie von seiner Frau Katharina bekommen, die Hochzeit fand 1898 statt. Die Enkelin hat das Objekt dem Stadtmuseum überlassen, wir bedanken uns dafür herzlich bei Grete Dressel