Albert Birkle
Betonglasfenster
1960 – 1964
Glasmalerei
St. Christoph, Rohrbach

Die dem heiligen Christophorus geweihte Kirche wurde von 1960 bis 1964 erbaut. Einen farblichen Akzent in das Kirchenschiff bringen die Betonglasfenster des Künstlers Albert Birkle. Diese aus farbigen Glasstücken mosaikartig zusammengesetzten Wände stellen verschiedene Bibelstellen dar. Leitgedanke dieser Szenen ist das „auf dem Weg sein“. Auf der linken Seite sind mit der Entrückung des Elijas und dem „Reisegefährten des Tobias“ Themen aus dem Alten Testament aufgegriffen. Auf der rechten Seite sind wiederum Themen aus dem Neuen Testament dargestellt: Die Flucht nach Ägypten, der Sturm auf dem Meer, die Legende des Christophorus sowie die Taufe des Äthiopiers.

Der Berliner Albert Birkle (1900 – 1986) absolvierte nach einer Lehre als Dekorationsmaler im elterlichen Betrieb ein Studium an der Hochschule für bildende Künste Berlin. 1923 wurde er in die Berliner Secession und 1924 in die preußische Akademie von Max Liebermann aufgenommen. 1932 zog Birkle aufgrund von politischen Turbulenzen nach Salzburg. Während des 2. Weltkrieges war er von 1941 bis 1943 als Kriegsberichterstatter in Frankreich tätig. Nach Kriegsende erhielt er vermehrt Aufträge als religiöser Glasmaler. 1958 wurde ihm der Titel „Professor“ verliehen.

 

Fotos: © Katholische Kirche Vorarlberg/ Hannes Mäser