Alexandra Berlinger
„Marie“
2010
Stahlblech
Stadtpark

Im Jahr 2000 wurde von der Präsidentin des Vorarlberger Landtages Dr. Bernadette Mennel der Aktionstag „F.i.T. – Frauen in technische Zukunftsberufe“ initiiert. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums wurde deshalb ein Wettbewerb unter Vorarlberger Künstlerinnen um ein Kunstwerk ausgeschrieben. Mit dem Kunstwerk „Marie“ überzeugte die Bregenzer Künstlerin Alexandra Berlinger die Jury.

Alexandra Berlinger beschreibt ihr Projekt wie folgt: „Meine Absicht für diesen Wettbewerb war die Entwicklung eines starken Zeichens, Frauen im technischen Berufsfeld potent in Szene zu setzen […].“
Die Künstlerin traf hierzu 114 Lehrmädchen, konfrontierte sie mit ausgewählten Biografien berühmter Technikerinnen/Wissenschaftlerinnen und bat die Lehrlinge, ihren Vornamen sowie die Vornamen der ausgesuchten Beispiele handschriftlich aufzuschreiben. Die handgeschriebenen Vornamen wurden digitalisiert und anschließend aus 3 mm starkem Stahlblech geschnitten. Die Schriftzüge wurden feuerverzinkt, pulverbeschichtet und danach zusammen geschraubt. Abschließend wurde der Namensblock an zwei Seiten an einem Edelstahlgestänge befestigt, wodurch die Namenszüge zu schweben scheinen.

Alexandra Berlinger (*1970) besuchte von 1990 bis 1997 die Universität der angewandten Kunst in Wien. Anschließend war sie als Lehrerin am Institut für Medienkunst sowie an der Universität für angewandte Kunst tätig. Berlinger beschäftigt sich insbesonders mit zeitbasierten Medien und medienimmanenten Fragen.