Alfred Graf
„Rhythmische Farbfelder“

1998
Höhe: 203 cm,
zieht sich vom Außen- in den Innenraum
Brüstungsgestaltung, Blechverkleidungen, satiniertes Glas
Landesberufsschule 2, Fassade und Foyer

Die gewerbliche und die kaufmännische Berufsschule Dornbirn befanden sich seit 1966 in einem gemeinsamen Gebäude. Weil immer mehr Platz benötigt wurde, wurden die Schulen standortmäßig getrennt und die kaufmännische Berufsschule auf das ANIDO-Fabriksareal verlegt. Am 5. Juli 1999 ist die neue Schule eröffnet worden.

Auffallend bei dem Gebäude sind die titelgebenden „Rhythmischen Farbfelder“, die von Alfred Graf geschaffen wurden. Einerseits wird die mehrteilige Fassade durch die großen Fensterflächen der Schulklassen und andererseits durch die Farbfelder aus satiniertem Glas in Pastelltönen strukturiert. Die Farbfelder lassen den Bau sehr leicht erscheinen. Durch die Spiegelungen des Glases entsteht ein Spiel von Innen und Außen.

Der Objektkünstler und Maler Alfred Graf (1958 in Feldkirch geboren) gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Vorarlberger Künstlern. Er studierte von 1979 bis 1984 an der Akademie der bildenden Künste in Wien und anschließend absolvierte er ein Studium der Bühnengestaltung. Seit 1986 ist Graf als freischaffender Künstler tätig. Von 2007 bis 2016 war er als Kurator in der Galerie allerArt in Bludenz tätig. Er lebt und arbeitet abwechslungsweise in Wien und in Feldkirch. Der Künstler ist immer wieder bei Ausstellungen und Ausstellungsbeteiligungen im In- und im Ausland vertreten. Auch erhielt er etliche Stipendien und Preise wie 1985 den Theodor-Körner-Preis. Auf Studienreisen, die ihn bereits in die verschiedensten Orte und Länder der Welt geführt haben, kann er für sein künstlerisches Schaffen Inspirationen sammeln. Seine Werke befinden sich in etlichen Sammlungen im In- und Ausland und auch im öffentlichen Raum sind einige Werke zu besichtigen. In den letzten Jahren hat er sich insbesondere mit dem Thema Landschaft auseinandergesetzt. Er arbeitet vor allem mit den natürlich vorhandenen Materialien wie Erde, Sand und Gestein. Die daraus entstandenen Bilder und Objekte werden mit Bienenwachs geschützt. 

Foto(c)Günter König/Stadtmuseum Dornbirn