Christoph und Markus Getzner

Zeit und Reise 2007 Glas, hinterleuchtet, 300 x 900 cm

Bahnhof Dornbirn, Bahnsteigunterführung

Seit dem Jahr 2007 sind in der Bahnsteigunterführung am Dornbirner Bahnhof zwei wandfüllende, hinterleuchtete Glasflächen zu sehen, welche von dem Künstlerduo Christoph und Markus Getzner künstlerisch gestaltet wurden. Auf einem Kunstwerk steht zu lesen: „von einigen die am morgen zu sehen sind sind einige am abend nicht mehr zu sehen von einigen die am abend zu sehen sind sind einige am morgen nicht mehr zu sehen“.

Der Bahnhof kann als Sinnbild für Abschied und Wiedersehen, das Aufeinandertreffen verschiedener Kulturen, Anonymität und Geschäftigkeit gesehen werden. Die Aspekte Zeit und Reise greifen die Künstler in ihrem großformatigen, zweiteiligen Kunstwerk auf. Verschiedene nur bruchstückhaft realistische Szenerien in unterschiedlichen Größen werden miteinander kombiniert, wodurch sich dem Betrachter märchenhafte Szenen bieten, die viel Raum lassen zur persönlichen Interpretation.

Christoph Getzner (geb. 1960 in Feldkirch) ist nach seiner umfangreichen künstlerischen Ausbildung als Steinmetz, Steinrestaurator und Installationskünstler tätig. Er lebt und arbeitet in Wien und ist seit 1988 Mitglied der Dombauhütte zu St. Stefan in Wien. Sein Bruder Markus Getzner (geb. 1965 in Bludenz) ist ebenfalls Installationskünstler und Zeichner. Er war Schüler von Arnulf Rainer und Bruno Gironcoli. Die Brüder arbeiten seit 2004 immer wieder gemeinsam an künstlerischen Projekten.

Foto: Stadtmuseum Dornbirn / Günter König