Emil Gehrer
Familie

um 1951
Relief/Steinguss Frühlingsstraße 11
ehemaliges Gebäude der VGKK

 

Über dem Eingangsportal der ehemaligen Vorarlberger Gebietskrankenkassa ist eine überlebensgroße Figurengruppe einer jungen Familie aus Steinguss von Emil Gehrer angebracht. Die sitzende Mutter mit langem Rock hält ihr kleines, nacktes Kind in den Armen, dem sie sich liebevoll zuwendet. Die Darstellung erinnert an eine Maria und Jesuskind Abbildung. Dahinter legt der stehende Vater schützend seine Hand um seine Frau.

Gehrer hat mit diesem Kunstwerk die Familie als wichtiges Fundament der Gesellschaft thematisiert und die Darstellung auf einfache, klare, sehr wirkungsvolle Formensprache reduziert. Der Bregenzer Künstler Emil Gehrer (1913 – 1992) machte zuerst eine Steinmetz- und Bildhauerlehre in Bregenz, bevor er in Wien die Kunstgewerbeschule besuchte und anschießend an der Akademie der bildenden Künste in München Bildhauerei studierte. Nach dem Krieg kehrte er nach Bregenz zurück und wurde freischaffender Bildhauer.

Seine bevorzugten Materialien waren Stein, Holz, Beton oder Aluminium. Seine zum Teil monumentalen Plastiken sind an einigen öffentlichen Einrichtungen Vorarlbergs zu sehen. Bekannt ist etwa das überdimensional große Denkmal von Jodok Fink in Bregenz oder die Figur des nackten Jünglings, des sog. Wasserspeiers, in der Mittelschule Dornbirn Markt, die öffentliches Aufsehen erregte, als sie aufgestellt wurde. 

 

Fotos(c)Günter König/Stadtmuseum Dornbirn