Gerhard Winkler
Brunnenskulptur 1971

Höhe: 225 cm Kupfer/galvanisiert
Friedhof Rohrbach, Ruheplatz

Gerhard Winkler hat in dem 1967 errichteten Rohrbacher Friedhof einen Ruheplatz mit einem Brunnengebilde gestaltet. Die ungewöhnliche Brunnenskulptur ist 1971 angebracht worden und besteht aus einem Konglomerat aus vielen ineinander gesetzten, gebrochenen kreuzähnlichen Gebilden. Die kubistische Skulptur erscheint sehr dynamisch und ist in die Schaffensphase des Künstlers zu dieser Zeit einzuordnen.

Durch die Verwendung des Materials aus galvanisiertem Kupfer sind an den Ecken und Kanten Gebilde entstanden, die an Knospen erinnern und dem Brunnen eine spielerische Note geben. Der Brunnen kann nicht nur als Ruheplatz genutzt werden, sondern auch aufgrund des Wassers als Symbol des Lebens und des Glaubens angesehen werden.

Gerhard Winkler hat im Friedhof zusätzlich die kleinen Glasfenster an der Totenkapelle gestaltet. Auch stammen einzelne Elemente in der Sichtbetonverschalung der Brunnen für das Gießwasser in der Abgrenzungsmauer für die Container von ihm.

Prof. Gerhard Winkler (geb. 1939) war nach seiner Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste bis zu seiner Pensionierung als Lehrer tätig, lange Zeit auch am Bundesgymnasium Dornbirn. Seit Beginn seines künstlerischen Werdeganges arbeitet er immer wieder an religiösen Themen, die neben seinen Ansichten zur Fabriksarchitektur in Dornbirn zu seinem Hauptschaffensgebiet gehören. So sind im Laufe der Jahre die unterschiedlichsten sakralen Kunstwerke entstanden, welche nicht nur für private Zwecke gemalt wurden, sondern auch in etlichen Kirchen im Land betrachtet werden können.

Foto(c) Günter König/Stadtmuseum Dornbirn