Prof. Gerhard Winkler: Pestbild 2014

Öl/Holz 70,0 x 65,5 cm

Dr. Waibelstraße 14, Grundstücksmauer

Auch in Dornbirn wütete mehrmals die Pest. Zur Erinnerung an diese Seuche stiftete im Jahr 1629 der damalige Dornbirner Amman (ehemalige Bezeichnung für Bürgermeister) Lorenz Huber ein sog. „Pestbild“. Hubert Hämmerle ließ dreihundert Jahre später das bereits verwitterte Kunstwerk 1929 durch ein Bild des Dornbirner Malers Prof. Anton Burtscher ersetzen. Leider litt auch dieses stark unter den Umwelteinflüssen und somit war eine Neuschöpfung des Themas unumgänglich.

2014 erhielt Prof. Gerhard Winkler vom Stadtmuseum Dornbirn den Auftrag, ein neues Pestibld zu malen. Dabei griff er die Figurengruppe der beiden vorhergehenden Tafelbilder wieder auf und gestaltete sie in der für Winkler typischen Farbgebung und dynamischen Malweise. Beide historischen Pestbilder wurden restauriert und sind im Besitz des Stadtmuseums Dornbirn.

Prof. Gerhard Winkler (geb. 1939) war nach seiner Ausbildung an der Akademie der bildenden Künste bis zu seiner Pensionierung als Lehrer tätig, lange Zeit auch am Bundesgymnasium Dornbirn. Seit Beginn seines künstlerischen Werdeganges arbeitet er immer wieder an religiösen Themen, die neben seinen Ansichten zur Farbriksarchitektur in Dornbirn zu seinem Hauptschaffensgebiet gehören. So sind im Laufe der Jahre die unterschiedlichsten sakralen Kunstwerke entstanden, welche nicht nur für private Zwecke gemalt wurden, sondern auch in etlichen Kirchen im Land betrachtet werden können.

Fotos: Stadtmuseum Dornbirn/Günter König