Gerold Tagwerker
„house of thoughts and memory“
2013
Guss aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton)
220 x 220 x 200 cm
Pflegeheim Birkenwiese

Für den geschlossenen Innenhof des Pflegeheims hat Gerold Tagwerker eine Skulptur entworfen, „die metaphorisch auf die Themen des Denkens und der Erinnerung, des Laufs der Zeit und des Alterns“ verweist.
Das Objekt nimmt die formalen Vorgaben des Bauwerks der Anlage auf und erscheint als kleines Stück Architektur im Raum des Hofes, das auf dessen Charakter referiert und sich in diesen einfügt.
Die Skulptur setzt sich aus 50 identen Teilen zusammen, die als Module aufeinander gestapelt eine ornamentale Struktur besitzen. Aufgebaut als durchbrochener vierwandiger Kubus überlagern sich die Muster der Seitenwände und lassen je nach Standpunkt veränderte Ansichten und somit viele Zugangsmöglichkeiten auf verschiedenen Ebenen entstehen. Der geschlossene Innenraum präsentiert sich als einsehbarer Gedanken- und Denkraum mit sich verändernden Einsichten und Perspektiven.
Eine im nicht begehbaren Innenraum des Objekts integrierte Wasserfläche mit sprudelndem Mittelpunkt verweist auf das Motiv des Brunnens.

Der Feldkircher Grafiker, Bildhauer, Maler und Fotograf Gerold Tagwerker (*1965) studierte von 1983 bis 1989 an der Salzburger Hochschule Mozarteum, Klasse für Malerei, bei Peter Prandstetter und Herbert Stejskal. Seit 1989 lebt und arbeitet er in Wien. Tagwerker setzt sich mit modernen Stadtbildern und ihren vielfältigen Spiegelungen im Stadtraum sowohl fotografisch als auch installativ auseinander. Seine Arbeiten sind durch klare und schlüssige Bildaussagen gekennzeichnet und geprägt durch Verweise und Referenzen auf Formalismus und Minimal Art.