Hubert Matt

„Layer“ 2012 Sieben Betonröhren

Park vor dem Pfarrhaus Dornbirn-Markt

Am 13. November 2011 wurde der aus Göfis stammende NS-Märtyrer Carl Lampert in der Stadtpfarrkirche St. Martin in Dornbirn seliggesprochen. Anlässlich dieses Gedenkens schuf Hubert Matt 2012 den Carl-Lampert-Gedenkort. Das Konzept des Künstlers ist simpel und vielschichtig zugleich, was auch der Titel „Layer“ (Lage, Schicht, Schichtung, Ebene) aussagt.

An dem unebenen Gelände zwischen Kirche und Pfarrhaus wurden sieben Betonröhren an jenen Stellen eingelassen, an denen bereits Schächte bestanden. Die Röhren sind alle gleich groß, durch den Unterschied im natürlichen Umfeld ragen sie jedoch unterschiedlich weit aus der Erde empor, von ein bis zu 30 Zentimeter. Aus dem Polygon entsteht somit eine gedachte Ebene, die viel Spielraum lässt für Interpretation. Sichtbares wird Unsichtbarem gegenübergestellt, Wahrnehmbares dem Rätsel. Zwischen der gedachten Ebene und dem Boden kann laut Hubert Matt ein „Erinnerungsort“ entstehen.

Der Bregenzer Künstler und Philosoph Hubert Matt, geb. 1959, unterrichtet Design und Designtheorie an der Fachhochschule Dornbirn. Seit 1980 ist er künstlerisch tätig. Er hat bereits an zahlreichen Ausstellungen in Graz, Linz, Wien, Innsbruck, Brixen, München, Klagenfurt etc. teilgenommen. Auch hat er neben Dornbirn schon mehrere Kunst-am-Bau-Projekte verwirklicht, wie beispielsweise in Bregenz oder Innsbruck. 

Fotos: Stadtmuseum Dornbirn / Günter König