Ingmar Alge Wasserfläche und Sonnenblume 1997-1999

Wohnanlage Rosenstraße 17

Atriumhaus

Nicht nur öffentliche Gebäude, sondern auch Privatbauten widmen sich hin und wieder dem Thema „Kunst am Bau“, wie dies bei der Wohnanlage in der Rosenstraße 17 der Fall ist. Beauftragt mit der künstlerischen Gestaltung des dreigeschossigen Wohnbaus im noblen Stadtviertel wurde der Dornbirner Künstler Ingmar Alge.

Er hat für die Anlage zwei Werke geschaffen: Einerseits eine Wasseranlage an der Außenseite und andererseits eine überdimensional große Sonnenblume im Atrium. Straßenseitig ist eine Kollektorenwand aufgestellt und am Fuße befindet sich eine rasenumgrenzte Fläche, welche mit Wasser gefüllt ist. Diese sind als potentielle Parkplätze zu verstehen, die jedoch überflutet sind und nicht als solche genutzt werden können.

Im Inneren des Atriums hat der Künstler auf der Schmalseite eine sich über die drei Geschosse ziehende überdimensional große Sonnenblume dargestellt. Durch die Glasüberdachung fällt viel Licht in den Innenraum. Die Blume als Symbol für die Natur, Licht und Sonne korrespondiert mit dem den Sonnenkollektoren außen, welche die Sonne ebenfalls speichern.

Der Künstler Ingmar Alge, geb. 1971 in Höchst, ist als Maler, Video- und Konzeptkünstler tätig. Er studierte von 1988 bis 1992 Malerei an der Akademie der bildenden Künste in Wien. Bereits seit vielen Jahren ist der Fotorealismus sein Hauptschaffensgebiet. Dabei erfährt diese Kunstrichtung eine Erweiterung, denn er parodiert das fotografische Bild. Alges Themen sind insbesondere Hausansichten, Straßenszenen und Menschen. Er fotografiert seine Bildmotive und malt sie anschließend mit Öl auf großformatigen Leinwänden.

 

 

Fotos: Stadtmuseum Dornbirn / Günter König