Josef Huber=Feldkirch
„Die vier letzten Dinge“
1923
Seccomalerei
Stadtpfarrkirche St. Martin, Eingangsfassade

Für die Gefallenen und Vermissten des Ersten Weltkrieges ließ die Stadt ein 23 m langes und 6 m breites Monumentalbild mit dem Titel „Die vier letzten Dinge“ über dem Kircheneingang von Prof. Josef Huber gestalten. Auf der linken Seite ist der Zug der gefallenen und verwundeten Soldaten, der Waisen und Witwen zu sehen. Im Himmel geht der Patron der Pfarrkirche St. Martin fürbittend für die Gruppe vor der Heiligen Familie in die Knie. Das Jüngste Gericht ist in der Mitte mit Christus als Weltenrichter thematisiert. Auf der rechten Bildseite wird die Hölle dargestellt: Der Erzengel Michael kämpft mit dem höllischen Drachen, der als Symbol für den Kampf zwischen Gut und Böse gilt. Im unteren Bildrand sind verschiedene Persönlichkeiten dargestellt, die sich mit dem Thema „Hölle“ als Theologen, Maler oder Dichter beschäftigt haben.

Eine ausführliche Dokumentation zum Inhalt und zur Restaurierung kann unter stadtmuseum.dornbirn.at/die-4-letzten-dinge/ eingesehen werden.

Der Feldkircher Künstler Josef Huber (1858 – 1932) lernte beim bekannten Kirchenmaler Franz Plattner die Fresko- und Seccomalerei. Anschließend besuchte er die Kunstakademie in München und schloss nach 15 Semestern seine Studien in der Komponier- und Malschule von Ludwig von Löfftz ab. 1909 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1923 hatte er die Professur für kirchliche Monumentalkunst in Düsseldorf inne. Zuletzt wohnte Josef Huber in Neuburg am Inn in Bayern.

 

Fotos: Günter König