Josef Huber
Einzug Jesu in Jerusalem

Giebelmosaik 1924
Pfarrkirche St. Martin

Nachdem 1923 das Monumentalgemälde an der Außenfassade der Pfarrkirche St. Martin von Josef Huber vollendet wurde, gestaltete er ein Jahr später das Giebelmosaik. Bereits von weitem strahlt das Mosaik, das aus ca. 1,5 Millionen Steinchen besteht. Ganz in der Tradition der frühchristlichen und mittelalterlichen Mosaikkunst ist neben der Wahl von kräftigen Farben für die Szene der Hintergrund in Gold gehalten. Huber hat hierfür das Thema: „Einzug in Jerusalem“ gewählt. Mit erhobenen Armen reitet Jesus, in der Mitte dargestellt, auf einem Esel. Begleitet wird er von seinen Aposteln, die sich beidseitig um ihn gruppieren. Gegen die Winkelspitzen zu sind einige Zuschauer zu sehen. Insgesamt sind auf dem Mosaik 34 überlebensgroße Personen abgebildet. Die Inschrift unter dem Bild gibt den Zweck des Gebäudes zum Ausdruck: „Dieser Ort ist heilig . Haus Gottes . Eingang zum Himmel. Erhebet zu Gott Eure Herzen – Hosianna, gepriesen, der da kommt im Namen des Herrn“.

Der Feldkircher Künstler Josef Huber (1858 – 1932) lernte beim bekannten Tiroler Kirchenmaler Franz Plattner die Fresko- und Seccomalerei. Anschließend besuchte er die Kunstakademie in München und schloss nach 15 Semestern seine Studien in der Komponier- und Malschule von Ludwig von Löfftz ab. 1909 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 1923 hatte er die Professur für kirchliche Monumentalkunst in Düsseldorf inne. Zuletzt wohnte Josef Huber in Neuburg am Inn in Bayern. Noch zwei weitere große Mosaike sind von ihn in Vorarlberg erhalten: Jenes am Landesgericht in Feldkirch aus den Jahren 1904/05 und jenes am Gebäude des ehemaligen Landhauses Bregenz (heute Hypo Bank Vorarlberg) von 1923. 

Foto (c) Stadtmuseum Dornbirn