Karl-Heinz Ströhle und Martin Strauß
Stempel und Ziegel
2003
Landesberufsschule Dornbirn 1, Vorplatz

2003 gewann Karl-Heinz Ströhle den Wettbewerb „Kunst am Bau“ für die künstlerische Gestaltung des Vorplatzes. Zusammen mit Martin Strauß schuf er ein zweiteiliges Kunstwerk. An der Westfassade des Saal-Trakts wurde ein monumental vergrößerter Stempelabdruck angebracht. Der Stempel, der angeschnitten und schräg dargestellt wurde, benennt auf außergewöhnliche Art und Weise die Funktion des Bauwerks. Im rechten Winkel zu der Fassade wurde zudem eine Wand, bestehend aus vergrößerten Ziegelsteinen, angebracht. Was das ganze Kunstwerk eint und kennzeichnet, ist das Element der Vergrößerung, was das Projekt Ströhles und Strauß‘ letztlich zu einem herausragenden Emblem werden lässt.

Karl-Heinz Ströhle (1957 – 2016) studierte zunächst am Mozarteum in Salzburg, später an der Universität für angewandte Kunst in Wien, wo er 2014 im Fach Bildhauerei habilitierte. Über 30 Jahre lebte er in Wien, unterrichtete auch an der FH Salzburg. Zuletzt hatte der von seinen Schülern hochgeschätzte Lehrer an der Angewandten die Klasse Kunst und kommunikative Praxis inne. Das Verhältnis von Linie und Raum untersuchte er mit minimalistischer, präziser Formensprache. Seit den 1980ern waren seine Arbeiten international in Ausstellungen zu sehen.

Martin Strauß (1957 – 2010) studierte Philosophie und Soziologie in München und anschließend Kunst in Berlin. Allein oder mit anderen Partnern realisierte er verschiedene Projekte in Europa.