Leopold Fetz
Ländliche Szenen
Secco-Malerei
1956
Bergstation Karrenseilbahn, Victor-Hämmerle-Stube

Der Grund, auf dem 1956 die Bergstation der Karrenseilbahn erbaut wurde, befand sich ursprünglich im Besitz des Dornbirner Fabrikanten Victor Hämmerle. Seine Tochter überließ dieses Grundstück im Gedenken an ihren Vater kostenlos der Seilbahngesellschaft. Deshalb wurde ein Zimmer des Restaurants nach Victor Hämmerle benannt.

Für diese Stube schuf der Bregenzerwälder Maler und Graphiker Leopold Fetz (1915 – 2012) 1956 ein 770 x 250 cm großes, in seiner Farbigkeit sehr zurückgenommenes Bild in Secco-Technik mit ländlichen Szenen. Seccomalerei wird im Gegensatz zum Fresko auf den schon trockenen Verputz aufgetragen.

Leopold Fetz wurde unter anderem auch durch seine meisterhaften Holzschnitte bekannt. Themen sind Mensch, Tier und Landschaft in Kompositionen, die auf die einfachsten Mittel beschränkt sind. Auch in seinen Zeichnungen und Ölbildern ist die Auseinandersetzung mit der Natur ständiges Thema.
Ab 1951 schuf er zahlreiche Fresken und Secco-Malereien, Bleiverglasungen und Betonfenster in zahlreichen öffentlichen und privaten Gebäuden (in Dornbirn u.a. auch an der Schorenhalle 1952, Volksschule Gütle 1952, Kapelle Gütle, Glasfenster WIFI Dornbirn 1952).