Martin Häusle

Betonglasfenster 1962 – 1965

Pfarrkirche Bruder Klaus, Schoren

Die dem bekannten Schweizer Heiligen Nikolaus von Flüe – auch bekannt als Bruder Klaus – geweihte Kirche wurde in den Jahren 1962 bis 1965 nach den Plänen des Architekten Norbert Kotz errichtet. Von besonderer künstlerischer Bedeutung sind die Betonglasfenster von Martin Häusle.

Die farbenprächtigen Fensterwände werden durch die Eingänge in drei Abschnitte geteilt. Jeder der drei Teile zeigt ein Ereignis aus dem Leben von Bruder Klaus. Der linke Bereich zeigt ihn von teuflischen Mächten versucht und von der Gottesmutter getröstet. In der Mitte befindet sich die Darstellung, wie Klaus seine Familie verlässt, um als Pilger zu reisen. Von Visionen geleitet bricht er diese jedoch bald ab, um als Einsiedler im Schweizer Dorf Flüeli-Ranft zu leben. Dies wird im linken Teil dargestellt. Der Heilige kniet vor einer Hostie, was auf sein fast zwanzig Jahre dauerndes Fasten verweisen soll.

Martin Häusle (1903 – 1966) zählt zu den bekanntesten Vorarlberger Künstlern. Nach einer Malerlehre beim Kirchenmaler Anton Marte in Schnifis und Ausbildungen an der Kunstgewerbeschule in Innsbruck und in Abendmalkursen an der Malschule Toni Kirchmayrs in Innsbruck studierte Martin Häusle von 1927 bis 1930 an der Akademie der Bildenden Künste in Wien. Ab 1931 arbeitete er in Vorarlberg, zuerst in Satteins, später dann in seinem Atelier am Margarethenkapf in Feldkirch.

Fotos: Stadtmuseum Dornbirn