Werner Würtinger
Stahlplastik
1989
Höhe: 600 cm
HTBLVA, Vorplatz

Die auffallende Skulptur auf dem Vorplatz der Höheren Technischen Bundeslehr- und Versuchsanstalt Dornbirn (ehemals Textilschule) stammt von Werner Würtinger. Er schuf eine Art begehbare „Überbauung“ des für die künstlerische Gestaltung vorgesehenen Platzes mit verschiedenen Formelementen (Kreis, Keil u.a.). Die Jury des geladenen Wettbewerbes empfahl die Ausführung: „Für das Projekt Würtinger spricht die räumliche Dimension und die starke dynamische Note; Assoziationen zu Textilmaschinen stellen sich ein. Die Arbeit verspricht hohen Erlebniswert und dürfte den Betrachter zu unterschiedlichen Positionen anregen. Im Verhältnis zu Gebäude und Vorplatz sind die Proportionen passend, nahezu ideal gewählt. Das vorliegende Kunstwerk vermittelt starke Präsenz, es bewegt, bereichert und erweckt neue Ideen im Rezipienten.“
Im Protokoll der Jurysitzung ist außerdem nachzulesen, dass der Vertreter des Wirtschaftsministeriums meinte, dass es positiv sei, dass bei der Jurierung auch Vertreter der Bauherrschaft anwesend waren, „so kann das Verständnis für den ,Störfaktor‘ Kunstwerk vergrößert werden.“

Der 1941 in Hallein geborene Künstler studierte von 1959 bis 1964 an der Akademie der bildenden Künste in Wien in der Meisterschule für Bildhauerei von Fritz Wotruba. 1974 wurde Würtinger Lehrbeauftragter, 1985 Assistent, 2001 Universitätsprofessor an obgenannter Bildhauerschule. Von 1995 bis 1999 war er Präsident der Wiener Secession. Seit Dezember 2003 ist Werner Würtinger ausschließlich als freischaffender Künstler tätig.