Wolfgang Flatz
Hängendes Haus
2011
Sonderpädagogisches Zentrum, Innenhof

Im Rahmen eines „Kunst am Bau“-Projektes schuf Prof. Wolfgang Flatz eine künstlerische Intervention in Form eines verkehrt aufgehängten Hauses im Innenhof des Sonderpädagogischen Zentrums. Flatz verwendete dazu ein im Baumarkt erhältliches, in Holzblockbauweise ausgeführtes Haus mit Satteldach. Das Haus erweckt die Vorstellung von Haus und Garten und kann auf diese Weise als Symbol für Natur, Freizeit und Ferien interpretiert werden. Das umgekehrte Haus stellt einen Bezug zu Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf dar, die wie das hängende Haus gehalten werden sollen.
Der damalige Direktor des SPZ Karl Idl fand die Idee „wesentlich gescheiter als einen Brunnen mit Jüngling, dem der Penis entfernt werde oder einen vermoosenden Marmorblock“. Nachdem die Schule selbst in Diskussion stehe, passe dieses Projekt genau. Kunst solle aufregen. „Absturz“, „Verkehrte Welt“, „Aufgefangen durch Seile“, das seien seine Assoziationen dazu. Er sehe sich in der Lage, dieses witzige Projekt zu vermitteln und beharre nicht auf einer Mitgestaltung durch Schüler. Die Schule kann viel aus diesem Projekt machen.

Der Dornbirner Künstler Wolfgang Flatz (*1952) absolvierte zunächst eine Gold- und Silberschmiedelehre in Feldkirch sowie eine Ausbildung in Metalldesign an der HTBLA in Graz. Anschließend studierte er an der Akademie der bildenden Künste und an der LMU in München. Nach zahlreichen Gastprofessuren befasst er sich in seinen Arbeiten und Projekten seit 1974 mit verschiedenen Bereichen der Kunst darunter die Malerei, Fotografie, Video, Performance u.a. Flatz beschäftigt sich insbesondere mit zeitgenössischer Kunst.