Alfons Kräutler (1907-1993)

Er besaß einen empfindsamen Sinn für die Werte der farbigen Erscheinung.
Mit ausdauernder Konzentration prüfte er das Geschaute, bevor er es ins Bild umsetzte. Denn es war für ihn nicht nur ein Bildthema, sondern eine Möglichkeit, seine Beobachtungsgabe zu disziplinieren und die Hand mit dem Pinsel zu üben.
Seinem Temperament nach war er ein selbstkritischer Maler, der sich nicht damit begnügt hätte, „schön“ zu malen. Daneben war es im stets darum zu tun, in den Bildern einen Teil seines subjektiven Empfindens zum Ausdruck zu bringen.


Kräutlers Kunst ist als malerischer Naturalismus zu verstehen, in dem die Prinzipien der Freilichtmalerei und des Kolorismus einmal stärker einmal schwächer anklingen. In seiner Malerei strebte Kräutler nach Klarheit in Farbe, Form, Komposition und nach einer dekorativen Gesamtwirkung. Das Kolorit seiner Bilder zeigt eine intensive Leuchtkraft.

Seine besten Werke sind von einer blühenden Farbigkeit. Das helle Licht und die klare Luft der heimischen Landschaft lebt in ihnen. Ganz im Sinne der traditionellen Malerei griff er in stimmungshafter Art Landschaften auf oder komponierte er ein Stilleben. Was seine Malerei ferner charakterisiert, ist der Sinn für Ordnung, für Licht und Schatten. Die klassischen Regeln der Malerei waren ihm dabei immer Richtlinie.

Alfons Kräutler war ein mit viel Sensibilität und malerischer Intuition ausgestatteter Künstler, der eine sehr persönliche Form gefunden hatte, die ihn über jedes angebliche „Muss“ der Kunst unserer Zeit erhaben machte. (Ausschnitt aus „Die Malerei Alfons Kräutlers“ von Anton Wilhelm)

ISBN 3-85430-236-3
25,00 Euro