Dornbirner Schriften Nr. 39

Die Firma Josef Andre Winder in Dornbirn
Die Geschichte eines fast vergessenen Unternehmens und seiner Eigentümer

Auch im 19. und frühen 20. Jahrhundert gab es in Dornbirn große und damals erfolgreiche Textilunternehmen, die wirtschaftlichen Krisen nicht überstanden, von Mitbewerbern übernommen oder durch Liquidation von der wirtschaftlichen Landkarte gelöscht wurden. Die Käufer dieser Fabriken hatten nur wenig Interesse, die Erfolgsgeschichten ihrer ehemaligen Konkurrenten zu dokumentieren. Weil es keine Auftraggeber für die Unternehmensgeschichten dieser untergegangenen Firmen gab, wurden ihre Bedeutungen und ihre einstigen Leistungen nur mündlich überliefert.
Das Wissen ging im Laufe von Jahrzehnten fast völlig verloren, nur in Einzelfällen erinnern heute noch die Bezeichnungen von Straßen oder Gebäuden an diese Betriebe oder ihre Gründer.

Einer einst bedeutenden Textilfirma, deren Name aus dem kollektiven Bewusstsein der Dornbirner schon seit vielen Jahrzehnten verschwunden ist, wollen wir mit diesem Artikel zu einer Chronik „verhelfen“, obwohl das Unternehmen schon vor über 100 Jahren nach einem unglücklichen Konkurs liquidiert wurde.

Inhalt:
Vorwort des Herausgebers
Vorwort des Autors
Die unternehmerischen Wurzeln – Josef Andre Winders
Vorfahren als Baumwollwaren – Verleger
Kindheit und familiäre Herkunft von Josef Andre Winder
Erste berufliche Schritte von Josef Andre Winder
Familien- und Hausstandsgründung und der Aufbau einer Schnittwarenhandlung (1828-1834)
Die Gründerjahrzehnte – Händler und Fabrikant (1834-1850)
Die Entwicklungen im familiären Umfeld von Josef Andre Winder und die Ausweitung des Realitätenbesitzes (1834-1852)
Josef Andre Winder im öffentlichen Leben um seine Beziehung zu den Behörden
Vom Fabrikanten zum Fabrikbesitzer – Der Kauf der Eulental (1853-1861)
Die Integration der zweiten Unternehmensgründung (1854)
Der Aufbau der Fabriken Eulental (1853-1861)
Käufe und Beteiligungen an Realitäten außerhalb Dornbirns (1855-1861)
Der Tod des Unternehmensgründers und die Aufteilung seines Besitzes unter den vier Kinder (1861)
Repräsentation und bürgerlicher Stolz
Pläne zum Aufbau eines weiteren Fabrikstandorts (1861-1864)
Sieben Krisenjahre und die folgende wirtschaftliche Erholung (1861-1870)
Krankheit und Tod des jüngsten Gesellschafters Anton Winder (1860-1881)
Kauf und Aufbau der Fabriken im Boden (1870-1874)
Langsames Wachstum
Bau einer Färberei und Verbesserung der Energieversorgung im Eulental (1873-1878)
Bau einer repräsentativen Firmenzentrale in der Marktstraße (1879-1882)
Erweiterung der Weberei im Eulental (1881-1886)
Einrichtung einer Spinnerei in der Fabrik Boden (1881-1883)
Die Eigentümer in dritter Generation – Familiengründungen und Übernahme von Aufgaben in ihrer Firma (1875-1888) 
Auf dem Höhepunkt der wirtschaftlichen Macht
Frühzeitige Erholung von der Großen Depression (1890-1896)
Sozialleistungen und die Stellung der Unternehmer zu ihren Mitarbeiten
Kostenintensive Investitionen in die Energieversorgung (1895-1900)
Wirtschaftsabschwung und schwere Schadensfälle (1901-1906)
Streit und Umgestaltung der Geschäftsführung (1906-1908)
Konkurs – das Unternehmen unter der Leitung eines MasseVerwalters (1905-1906)
Liquidation – die Auflösung des Unternehmens (1906-1908)
Ursachen des Konkurses und der Liquidation
Der Verlust des Einflusses auf die Gemeindepolitik
Die Familien des letzten Geschäftsführers nach dem Konkurs

ISBN 978-3-901900-28-0
€ 22,00