Edmund Kalb (1900 - 1952)

In immer neuen Variationen stellt er anhand seiner Selbstbildnisse die Frage nach dem menschlichen Sein und stößt dabei an die Grenzen des durch Malerei Sagbaren.

Nach den fruchtbaren Jahren des Pendelns zwischen der Münchner Akademie und seinem Heimatort Dornbirn mündet seine Arbeit mehr und mehr in theoretische Beschäftigung mit Mathematik, Atomphysik, Philosophie und Technik.

Im Bewusstsein seiner Außenseiterrolle und nicht zu Kompromissen bereit, konnte und wollte er im kleinbürgerlich-bäuerlichen Milieu seiner Umgebung nicht auf Verständnis seines Schaffens hoffen. Erst nach seinem Tode wurde sein künstlerischer Nachlass entdeckt.

Vieles, vor allem seine zahlreichen Aktzeichnungen, wurde unter dem Vorwand moralischer Bedenken und aus Unverständnis zerstört. Die über tausend erhaltenen Arbeiten, darunter über sechshundert Selbstbildnisse, dokumentieren Kalbs außergewöhnlichen Rang als Zeichner.

Sein Werk ist Ausdruck eines Schaffens von unerhörter Konsequenz und Intensität.

ISBN 03-85430-212-6 (Buch)
45,00 Euro

ISBN 03-85430-213-4 (Katalog)
40,00 Euro