Die Welt im Kleinen

Die ausgestellten Puppenstuben und Kaufmannsläden aus dem Bestand des Stadtmuseums und aus Privatbesitz sind immer noch beliebte Sammelobjekte und wertvolle Belege der Wohnkultur und der Spielzeuggeschichte.

Bereits im 16. Jahrhundert wurden Puppenstuben – zwar nicht als Spielzeug, sondern als kleine Kunstwerke für Erwachsene – angefertigt. Noch im 18. Jahrhundert durften sie von Kindern nur angeschaut werden, erst im Biedermeier wurden sie verwendet, um Mädchen spielerisch auf ihre Aufgabe als Hausfrau und Mutter vorzubereiten. Vorbild waren die Wohnungen „besserer“ Bürgersfamilien, die möglichst detailgetreu nachgebildet wurden. Üblicherweise wurden die oft über Generationen weitergegebenen Puppenstuben zur Bescherung am Heiligen Abend aufgebaut und im Januar wieder verstaut. Die in der Sonderausstellung präsentierten Exemplare durften jedoch länger bestaunt werden...

24. November 2006 - 04. Februar 2007