Spar dir was

Diese Sonderausstellung mit „Sparbehelfen“, die vorwiegend aus der Sammlung der Erste Bank Wien stammen, war nach dem großen Erfolg in Wien nun erstmals in Vorarlberg zu sehen.

Unterstützt von der Sparkasse zeigt das Stadtmuseum Dornbirn das vertraute „Werkzeug“ des Sparwillens: die Spardose. In ihr bündeln sich moralische Gebote, Spartechniken, aber auch Sehnsüchte, Gestaltungstrends und -ironien.

Die kreativen Variationen des Objekts Spardose spiegeln die vielfachen Anpassungen in der Moral, aber auch in der Ökonomie und Technik des Sparens. Es erscheint konsequent, dass Institutionen, die Geld verwalten, geldgeschichtliche Sammlungen anlegen. Die dort verwahrten Dinge stehen für eine spezifische Tradition. Sie vermitteln ein Wertegefüge mit hohem moralischen Anspruch und sie dienen der kulturellen Repräsentation.

Doch der Verlauf der Sammlungsgeschichte des „ältesten Trägers des Spargedankens in Österreich“, der Ersten oesterreichischen Spar-Casse, zeigt unterschiedliche Konjunkturen im Umgang mit eigenen Sachwerten. Die gezeigten Sparbüchsen sind vorwiegend Teil einer umfangreichen Sammlung, die ab 1952 konsequent aufgebaut wurde.

Am 21. Oktober 1963 eröffnete man das Museum der Ersten österreichischen Spar-Casse. Ende der 1960er Jahre wanderten Teile der Sammlung als Jubiläumsausstellungen durch Österreich, bis das Museum 1973 schließlich stillgelegt wurde. 1982 entschied man sich, das Museum zu revitalisieren, engagierte Experten und evaluierte die Sammlungsbestände. Erneut wurden Wanderausstellungen organisiert, bis die Sammlung schließlich 1994 einen neuen Standort erhielt. Nachdem 1996 die Aktivitäten des Museums erneut eingestellt wurden, hatte man sich im darauf folgenden Jahr entschieden, alle Sammlungen des Instituts systematisch zu erfassen und zu bewerten. Neben den erwähnten Sparbüchsen lagern in den Depots Geldbörsen, Münzen, Banknoten, Naturalgeld, Notgeld und Sparbücher – insgesamt etwa 8.000 Objekte.

05. Oktober - 05. November 2006