Verliebt-verlobt-verheiratet... Ein volkskundlicher Blick auf Geschichte/n rund ums Heiraten

Eheschließung und Hochzeit als zentrale Ereignisse im Leben der Menschen gehen mit zahlreichen Bräuchen und Traditionen einher und unterliegen einem steten Wandel. Von der Wahl der Ehepartner bis zu den Motiven der Eheschließung ist heute nichts mehr so, wie es vor einigen hundert Jahren der Fall war.

Die romantische Liebe und Gefühle spielen erst seit dem 19. Jahrhundert eine Rolle, der „schönste Tag“ war früher oft nicht mehr als eine kurze Unterbrechung des bäuerlichen Alltagslebens. Ein kleiner Exkurs durch die Geschichte der Brautmoden darf im Dornbirner Stadtmuseum natürlich nicht fehlen: war das schwarze Brautkleid, das auch nach der Hochzeit noch als Sonntagskleid genutzt werden konnte, in Dornbirn bis in die 1930er Jahre gang und gäbe, konnte die modische Braut 30 Jahre später schon im kurzen weißen Brautkleid vor den Traualtar schreiten.

Die Zeit vor der Eheschließung, die sog. Stubaten, auf denen sich die junge Leute in geschütztem Rahmen kennenlernen konnten, das Sparen für die Aussteuer, die Zeit der Verlobung runden die Sonderausstellung im Dornbirner Stadtmuseum ab.

25. Mai bis 28. Oktober 2012